Steiermark (Österreich)
KLEIN, E. u. H. KERSCHBAUMSTEINER (1996): Die Orchideen der Steiermark. - Eine Ikonographie und Verbreitungsübersicht. - 148 S., 119 Farb.-Abb., 59 Verbr.-Kt., 200 fig.; Graz. [Format: 17 x 24, Preis: 210,- ÖS (30,- DM), Bezug: Landesmus. Joanneum, Bot., Raubergasse 10, A-8010 Graz oder Buchhandel]
Orchideen
in ThüringenECCARIUS, W. [Red.] (1997): Orchideen in Thüringen. - 256 S., 302 Farbfotos, 26 Sw.-Abb., 62 Verbr.-Kt., 9 Kt.; Uhlstädt (AHO Thüringen). [Format: 19 × 27, Hardcover, Preis: 75,00 DM, Bezug: AHO Thüringen e.V. [Hrsg.], Geschäftsstelle, Hohe Straße 204, D-07407 Uhlstädt]
Mit 256 Seiten im Format 19 × 27 cm
legt der AHO Thüringen eine Bestandsaufnahme der Orchideen
des Landes vor, die bislang die umfangreichste ihrer Art ist.
Im Gegensatz zu ähnlichen Publikationen einzelner AHO in
der Vergangenheit, geht dieses Werk weit über die Darstellung
der Verbreitung der Arten hinaus. Einleitend werden Geologie,
Geomorphologie und Klima Thüringens nach Geleit- und Vorwort
auf den Seiten 10 bis 19 beschrieben und mit 9 Farbfotos sowie
5 Karten 1) optisch ergänzt. Die Lebensräume
2) der Orchideen in Thüringen werden
auf den anschließenden 14 Seiten detailliert vorgestellt.
Die 23 beigefügten farbigen Habitataufnahmen betonen eindrucksvoll
den Text, ebenso die Übersichtskarte zur Waldflächenverteilung.
Auf den Seiten 34 bis 42 bzw. 43 bis 48 werden die familienspezifischen
Grundzüge "Morphologie, Blütenbiologie und Entwicklungsphasen
der Orchideen" und "Systematik und Phylogenie der Orchideen"
behandelt. Einzelne Farbaufnahmen von Rhizomen, Austrieben, Blütenanomalien,
bestäubenden Insekten, Fruchtkapseln und Samen sowie drei
Graphiken (Blüten) ergänzen diese Kapitel. Unglücklich
plaziert wird anschließend die Geschichte der Orchideenkunde
Thüringens ausführlich dargestellt, mit fünfzehn
Schwarzweißabbildungen, darunter erfreulicherweise u.a.
Portraits von REICHENBACH, BORNMÜLLER, ROTHMALER und RAUSCHERT
und einer Verbreitungskarte (Fundortangaben nach SCHÖNHEIT
(1850)) belegt. Der Zentralteil - die "Beschreibung, Ökologie
und Verbreitung der Arten" - beginnt auf Seite 55 mit generellen
Aussagen zu den nachfolgenden Artbeschreibungen, zu problematischen
Fundangaben in der historischen Literatur und auf Herbarbelegen
und mit zusammenfassenden Bemerkungen zum Orchideenbestand Thüringens.
Zwei Übersichtskarten beschreiben zusätzlich zum Text
die Artenzahl pro Meßtischblattquadrant und pro Meßtischblattquadrant
seit 1990. Der eigentliche Artenteil beginnt dann auf Seite 58
mit Aceras anthropophorum. Auf den folgenden 142 Seiten werden
51 Taxa (in alphabetischer Reihenfolge) recht ausführlich
vorgestellt. 5 davon sind in Thüringen verschollen oder ausgestorben;
sie werden mit einer Farbzeichnung optisch dargestellt, alle übrigen
mit insgesamt 216 üppigen Farbfotos, davon sind 19 Habitataufnahmen.
Angegeben sind jeweils der wissenschaftliche Name mit Autor, der
Trivialname(n), unregelmäßig auch Basionym und/oder
Synonym(e). Die Verbreitung der Taxa in Thüringen wird, außer
bei E. greuteri, durch eine TK/4-Verbreitungskarte im Format 7,7
× 6,8 cm mit den Zeitintervallen "vor 1900", "1900-1949",
"1950-1969", "1970-1989" und "ab 1990"
dargestellt. Gelegentlich sind zusätzlich Gesamtareal-Verbreitungskarten
abgedruckt. Relativwerte bzw. Symbole beschreiben zusätzlich
die Verbreitung (Gesamt, Aktuell, Rückgang) und Gefährdung
(Rote Liste BRD, Rote Liste Thüringen) im Gebiet. Ab Seite
200 werden die thüringischen Nothotaxa vorgestellt. 19 der
32 nachgewiesenen und aufgelisteten Hybriden werden abgebildet.
Auf die Wiedergabe von Verbreitungskarten hat man hier verzichtet.
Die Kapitel "Gefährdung und Schutz der Orchideen"
und "Pflege von Orchideenbiotopen in Thüringen"
werden auf den Seiten 209 bis 219 (220 bis 223) eingehend behandelt.
16 Farbfotos von Landschaftsteilen, Grabeloch, Wildschaden und
Fotografenreigen zeigen exemplarisch die nachteiligen Folgen massiver
Eingriffe in historisch begründete Kulturlandschaften, ergänzen
eindrucksvoll den Text. Den Bemühungen, in Jahrhunderten
gewachsene Kulturlandschaftsteile mit Maßnahmen wie manuelle
Mahd, Entbuschung und Beweidung als potentiellen Lebensräume
zu erhalten sind ebenfalls 4 Seiten mit 6 Farbfotos gewidmet.
Mit einem Resümee zur Vereinsarbeit des AHO Thüringen
und seinem Vorläufer, dem AHO der DDR, findet das Buch einen
gelungenen Abschluß. Was noch folgt, ist ein Glossar, eine
Etymologie der verwendeten Gattungs- und Artnamen, ein recht umfangreiches
Literaturverzeichnis und ein Verzeichnis der Lieferanten der Fundortangaben.
Das Buch kann all jenen, die sich mit heimischen Orchideen beschäftigen, wärmstens empfohlen werden. Eine so reich bebilderte und inhaltlich weitgehende Regionalflora wird es mittelfristig kaum ein zweiten Mal geben, denn die öffentlichen Kassen sind leer, Sponsoren selten geworden und die AHO werden ihre finanziellen Mittel zukünftig wohl verstärkt in Pflege- und Schutzmaßnahmen investieren müssen.
Red./bt
1) geol. Übersicht, naturräuml. Gliederung, Niederschläge, Lufttemperatur im Januar und Juli
2) Laubwälder, Laubwälder - Laubmischwälder, Laubwälder - Wälder trockener und warmer Standorte, Orchideen-Buchenwälder, Laubwälder - Eichentrockenwälder, Trockengebüsche und Waldsäume, Trockenrasen und Halbtrockenrasen, Heiden, Feucht- und Naßwiesen, Bergwiesen, Fichtenwälder und Hochmoore der Mittelgebirge, Kalkflachmoore, Sekundärbiotope
Orchids of Cyprus - Zyperns Orchideen
189 Pages/Seiten, 108 colour photographs/Farbabbildungen,
bilingual/zweisprachig, Format 14,8 x 21 cm, ISBN 3-00-000956-6
DM 35,- plus postage and packing/zuzüglich Porto und Verpackung.
The authors have travelled extensively in Cyprus between 1982
and 1996. They visited all the important areas in the north and
south of the island where orchids are found. In so doing, with
the exception of Orchis tridentata, they succeeded in locating
and photographing every orchid known to grow on Cyprus. All of
these are illustrated here. In addition there is an explanation
of the geological conditions on Cyprus, and the resultant varied
soil conditions which are an important prerequisite for the existence
of the different species of orchids. Comments are also made in
critical species.
Die Verfasser haben Zypern in den Jahren 1982 bis 1996 bereist.
Sie haben sowohl im Norden als auch im Süden der Insel alle
wesentlichen Orchideengebiete aufgesucht. Dabei ist es ihnen gelungen,
alle zur Zeit bekannten Orchideen Zyperns Imit einer Ausnahme:
siehe Orchis tridentata) zu finden und zu fotografieren; sie alle
sind in diesem Büchlein abgebildet. Darüber hinaus werden
die geologischen Verhältnisse Zyperns und die daraus resultierenden
unterschiedlichen Bodenverhältnisse erläutert, die weitgehend
Voraussetzung für die Existenz der verschiedenen Orchideenarten
sind. Ferner wird zu kritischen Arten Stellung genommen.